Im Jahr 2004, genau 100 Jahre nach Gründung des Unternehmens kam die dritte Generation ins Pensionsalter. Im April dieses Jahres war der Zeitpunkt gekommen, an dem das Geschäft an die vierte Generation überging.

Ralph Hoffmann blickt zurück
Mit 30 Mitarbeitern und viel Elan starteten wir in das neue Abenteuer. ( Bild ) Die Vorsehung meinte es gut mit uns, unsere Meisterfloristin Olivia Hoffmann brachte neuen Wind in den Blumenladen und wir begannen damit, das Gartencenter neu zu erfinden.

Es mussten neue Materialien und Ideen gefunden werden. Eine davon war das Thema Bonsai. So war unser erster Besuch bei einem Grosshändler für Bonsai in Italien. Mit Erstaunen sahen wir die unglaublichen Pflanzen, die aus Japan importiert worden sind. Und der Wunsch diese ins Sortiment aufzunehmen war da, leider nicht das Budget. Der symphytische Besitzer der Firma meinte dazu: Lasst uns zuerst einmal etwas Essen gehen. Und nach dem Grappa war er von unserem Idealismus so überzeugt, dass er uns ein Angebot machte: Wir durften alle Pflanzen auslesen die wir wollten und konnten diese erst Ende Jahr bezahlen. Gesagt getan.
Mit den Jahren wuchs unser Sortiment an Bonsai heran und wir konnten aus ganz Europa die schönsten Pflanzen zusammensuchen, um ein einzigartiges Sortiment aufzubauen. Zu der Zeit war auch das Topfthema eine grosse Geschichte. Mit dem Import aus der Toscana hatten wir jedes Jahr mehrere Lkw voller Terracotta aus Impruneta. Damals war das der Trend schlechthin und man kann sagen: Die Terracotta-Gefässe liefen wie ‘warme Weggli’ .

Der Erfolg ist natürlich auch dank unserer Begeisterung und Freude am Produkt gekommen. Stetig bauten wir das Sortiment aus, der Gedanke war und ist noch heute, dass wir ein Pflanzensortiment zeigen wollen, das nicht alltäglich ist – besondere Gehölze und Solitärexemplare beispielsweise die wir im Gartencenter präsentieren. Ein sehr wichtiger Punkt für uns besteht auch darin, dass wir laufend unsere Schaugärten umgebaut haben um immer wieder neue Ideen zu zeigen. Mit diesem Anstoss konnten wir schweizweit schöne Gärten realisieren. Jeden Winter wurde das Gartencenter ausgebaut, es wurden neue Verkaufsflächen geschaffen und alte Strukturen zurückgebaut. War doch die Gärtnerei Hoffmann früher auch ein Produktionsbetrieb der Kulturen wie Erika, Weihnachtssterne und vieles andere vermehrte und aufgezogen hatte. Da dies nicht mehr zeitgemäss war, fiel der Entscheid leicht, den Betrieb so umzubauen, dass wir uns zum Pflanzencenter gewandelt haben – so wie es heute dasteht. Im Vordergrund stehen Exklusivitäten und Raritäten aller Art, so wie zum Beispiel unsere Wasserschalen aus Indien, die Lavasteingefässe aus Indonesien oder Sukkulenten wie die Baobabbäume aus Madagaskar. Die Baobab Bäume konnten wir für ein Projekt mit der ETH Zürich importieren. Die Unterstützung dafür wurde uns von der Regierung von Madagaskar zugesichert, die ihrerseits gerne Ihre «Botschafter», die einzigartigen Affenbrotbäume in Zürich präsentieren wollten.
Eine andere wunderbare Episode war die Giardina: Im Jahr 2002 waren wir das erste Mal an dieser Messe vertreten. Es folgten viele Jahre, in denen wir immer wieder tolle Schaugärten erbaut haben und immer wieder auch mit Medaillen dafür ausgezeichnet wurden, ganz besonders mit den Auftritten von Olivia Hoffmann zum Thema Floralgestaltung. Eines der Highlights war 2014, die Rosentafel. Auch heute nach 10 Jahren werden wir immer noch darauf angesprochen, die Verarbeitung von 12’000 roten Blüten war so beeindruckend, dass die Besucher Tränen in den Augen hatten – die Begeisterung war riesig! Dieser Auftritt verhalf uns dann auch zu floralen Auftritten an der Basel World und vielen weiteren.

Wir danken unseren Kunden, die unsere Begeisterung mittragen und mit uns diesen Weg beschritten haben. Wir freuen uns auch in Zukunft weiter mit Freude und Begeisterung für Sie da zu sein.