Terrassengestaltung – von der Auswahl des Bodenbelags über jene der Pflanzen und Gefässe bis hin zur Verschönerung durch Accessoires lässt sich ein Ambiente schaffen, das den individuellen Bedürfnissen enspricht.

Konzepte zur Terrassengestaltung

 Üppig gestaltete Terrasse mit viel immergrünen Gewächsen in Eternitgefässen.Üppig gestaltete Terrasse mit viel immergrünen Gewächsen in Eternitgefässen.Vorn eine Steinschale als Wasserspiel, hinten Gartenbonsai in Titanzink-Gefässen.Vorn eine Steinschale als Wasserspiel, hinten Gartenbonsai in Titanzink-Gefässen.

Mädchenkiefernbonsai in Terracotta-Schale.Mädchenkiefernbonsai in Terracotta-Schale.

Ganz gleich, wie schön die eigene Wohnung ist, verbringt man vor allem in den warmen Sommermonaten seine Stunden gerne im Freien. Wer keinen Garten hat, freut sich vielleicht über einen Balkon oder gar eine Terrasse, wo man an schönen Sommerabenden verweilen, sich entspannen oder ein gutes Buch lesen kann. Doch damit dieser Aussenraum zu einer Wohlfühloase wird, in der man den Alltagssorgen für einige Zeit entfliehen kann, bedarf es einer individuellen Planung und Gestaltung. Ein angenehmes Ambiente wird vor allem mit Pflanzen, Gefässen, Accessoires und einem attraktiven Bodenbelag geschaffen. Farblich wie auch materiell und auf den individuellen Charakter abgestimmt entsteht so eine harmonische Einheit.

Auf die richtige Kombination kommt es an

Es gibt unzählbare Kombinationen von Zierpflanzen und Gehölzen, welche für die Gestaltung einer Terrasse geeignet sind. Hier ist allerdings anzumerken, dass nicht alle Pflanzen, die im Garten problemlos gedeihen, auch auf der Terrasse vital bleiben. Zielsetzung ist, dass sie lange im Gefäss kultivierbar sind. Dies bedingt eine Fachberatung für die richtige Auswahl der Gehölze, Stauden und Kübelpflanzen. Eine ganze Reihe von Ziergehölzen bleiben klein oder sind gut schnittverträglich, wie zum Beispiel Eibe und Buchs, welche vielfach als Sichtschutz eingesetzt werden.

Verzierte Imprunetta-Terracotta-Schalen.Verzierte Imprunetta-Terracotta-Schalen.

Bei der Anordnung der Gehölze ist darauf zu achten, wie diese mit anderen Pflanzen harmonieren oder zu vorhandenen Strukturelementen passen. Man sollte auf eine geometrische Anordnung Wert legen, um eine Ausgewogenheit zwischen Kontrast und Ergänzung zu erzielen.

Der Aufbau einer Gestaltung beginnt mit den Ansprüchen des Besitzers und den örtlichen Gegebenheiten. Bei einem direkten Beratungstermin mit einem Fachmann werden dann Fragen geklärt wie: Wie ist der Untergrund beschaffen, wo wird Sichtschutz benötigt, wieviel Augenmerk sollen die gewünschten Solitärgehölze bekommen, an welchen Stellen muss die Aussicht gewahrt bleiben, welche Gefässe stehen im Vordergrund, werden Pflanzen gruppiert oder in Einzelstellung gebracht?

Ausschlaggebend ist hier wiederum der Geschmack des Besitzers und dessen technische Umsetzung. Soll das Erscheinungsbild natürlich und einheimisch sein oder Formal und klar, mediterran mit tropischen Pflanzen oder mit asiatischem Thema? Viele Stilrichtungen lassen mit den passenden Pflanzen und Gefässen ein solches Ambiente erzeugen.

Zuunterst und am Anfang steht der Boden. Wenn noch in Planung, kann bereits hier vieles einfliessen. Holzbelage und Natursteinplatten gibt es jeweils in unzähligen Farbvarianten und Grössen. Ein spezielles Bild entsteht auch durch Ausschnitte im Belag, wo die Gefässe tiefer gesetzt und je nach Geschmack mit einem Kies- oder Pflanzenrand umgeben werden können. Durch eine solche Gefässpositionierung entsteht noch deutlicher der Eindruck eines gewachsenen Gartens.
 

Stilrichtung bestimmt Auswahl der Gefässe

Idealer Sichtschutz: Eiben, kombiniert mit Gräsern, in Titanzink-Gefässen.Idealer Sichtschutz: Eiben, kombiniert mit Gräsern, in Titanzink-Gefässen.

Ein Klassiker ist das Terracotta, welches neuerdings in mehreren Farben erhältlich ist. Hier gilt zu beachten, dass eine hochwertig gebrannte Terracotta-Linie ausgesucht wird, welche garantiert winterhart ist.

Im Trend liegen heute mitunter moderne Materialien wie langlebige Kunststoffe. Bezeichnungen wie Polyresin, Polystone oder zahlreiche Faserverbundstoffen bilden hier die Gruppe der frostsicheren Pflanzgefässe. Einziger Nachteil bei Kunststoffen ist die Farbverbleichung, welche allerdings erst nach vielen Jahren auftritt.

Sehr praktisch sind auch Metallgefässe, welche in fast jeder Form hergestellt werden können und eine edle Oberfläche aufweisen wie zum Beispiel Titanzink, Chromstahl oder einbrennlackiertes Eisen. Sie sind meist nur in eckigen Formen erhältlich, was auch die modernen Terrassengestaltung wiederspiegelt.

Und dann gibt es noch die klassische Gestaltung in Form von Pflanzbeeten mit Einfassungen aus Stahlband oder aus Mauersteinen. Bevor jedoch Mauerwerk aufgebaut wird, gilt es abzuklären, welche Gewichtsbelastungen die Terrasse aushält.

Wenig Arbeit und viel Vergnügen

Moderne Gefässe aus rostfreiem Titanzink, bepflanzt mit Buchsbaum in Kugel- und Tropfenform.Moderne Gefässe aus rostfreiem Titanzink, bepflanzt mit Buchsbaum in Kugel- und Tropfenform.

Um mit geringem Aufwand viel zu erreichen, bietet die Technik einige Hilfen. Die grosse Erleichterung schlechthin ist die Bewässerungsanlage, welche, voll automatisiert, die Pflanzen in ihrer Vegetationsphase versorgen. Sie wird im Frühling in Betrieb genommen und so programmiert, dass der Jahreszeit entsprechend die richtige Menge Wasser abgegeben wird. Ein Regensensor stellt die Anlage bei feuchter Witterung ab.

Grosses Gewicht kommt auch der Beleuchtung zu. Mit einem ausgeklügelten System von verschiedenen Leuchten wird die Terrasse nachts zum inszenierten Aussenraum, der den Alltag vergessen macht. Hierbei ist darauf zu achten, dass qualitative Lampen verwendet werden, die absolut wasserdicht sind. Bewährt sind etwa Niedervoltsysteme mit Edelstahl- Lampenkörper. Auch Produkte mit Leuchtdioden erzielen gute Resultate.