Nicht nur der Ausblick, sondern auch der Blick auf den Boden erfreut das Auge. Feinsteinzeugplatten in Holzoptik (120 cm x 30 cm, grau). Die dunklen Titanzinkgefässe und das runde Lavasteingefäss mit der Solitärpflanze in der Mitte grenzen die Terrasse elegant ein.Nicht nur der Ausblick, sondern auch der Blick auf den Boden erfreut das Auge. Feinsteinzeugplatten in Holzoptik (120 cm x 30 cm, grau). Die dunklen Titanzinkgefässe und das runde Lavasteingefäss mit der Solitärpflanze in der Mitte grenzen die Terrasse elegant ein.

 

Wenn die Terrasse auf dem Flachdach in die Jahre gekommen ist, entsteht oft der Wunsch nach einer Auffrischung.

Zwei in die Jahre gekommene Terrassenböden: Links mit Verfärbungen...Zwei in die Jahre gekommene Terrassenböden: Links mit Verfärbungen......und grauem Stich (rechts). Ursprünglich war dieser Stein rostfarbig....und grauem Stich (rechts). Ursprünglich war dieser Stein rostfarbig.Feinsteinzeugplatten in Holzoptik mit hellen Loungemöbeln als Kontrast.Feinsteinzeugplatten in Holzoptik mit hellen Loungemöbeln als Kontrast.Frischer Wind für die Terrasse

Die Motivation für eine Renovation der Terrasse wird meist geweckt, wenn sich der Besitzer den Boden genauer anschaut: Der Belag ist durch jahrelange Verschmutzung immer dunkler und fleckiger geworden, oder aufgrund vielfacher Reinigung wurde die Oberfläche marode. Das sieht man bei alten zementösen Belägen gut, die beinahe schwarz sind oder wie grobes Sandpapier daherkommen. Oft rührt dies von falschen oder nicht besser ausführbaren Reinigungsmöglichkeiten. Ein klassischer Schadenfall resultiert aus dem Griff zum Hochdruckreiniger. Bei porösen Steinmaterialien wie Beton darf nämlich nie mit Hochdruck und schon gar nicht mit Punktstrahl oder Dreckfräse gespritzt werden. Es sollte nur die Kreiselbürste zum Einsatz kommen. Wird der Strahl direkt mit aller Kraft auf den Stein gerichtet, ist dieser zwar schneller sauber, aber der Druck verletzt dabei die Oberschicht und in der Folge wird die Angriffsfläche für Schmutz vergrössert. Die Dreckspartikel haften dann noch stärker, da sie sich immer tiefer im zerfurchten Material verankern können.
Irgendwann kommt der Punkt, an dem die Terrasse ihre Attraktivität verloren hat. Für die Neuanlage muss sich der Besitzer mit dem Thema Materialwahl auseinandersetzen. Heute geht bei Neubauten der Trend weg vom Beton hin zu tendenziell natürlicherem Aussehen. Und genau dabei kann das ‚neue hochtechnische‘ Feinsteinzeug einen Siegeszug verzeichnen.

 

Robustes Material

Das Material Feinsteinzeug kennt man schon länger aus dem Innenbereich, wo es meist in Bädern und Küchen angewendet wird – in Form von nur wenigen Die dunkle Holzoptik und das Natursteinmauerwerk passen gut zusammen.Die dunkle Holzoptik und das Natursteinmauerwerk passen gut zusammen.Millimetern dicken, vollflächig aufgeklebten Platten im Kleinformat. Für den Aussenbereich wird die Palette immer üppiger ergänzt mit Platten aus zwei Zentimetern dickem Keramikmaterial - und dies in spannenden Oberflächen, die von Naturstein oder Holz nicht mehr zu unterscheiden sind. Gerade in Holzoptik mit Nachahmungen von Eiche, Buche oder anderen Hölzern und in länglichem Format sind die Platten sehr beliebt geworden.
Feinsteinzeug ist ein gebranntes Material, das - für den Aussenraum konzipiert - unglaublich robust und unempfindlich gegenüber Verschmutzungen ist. Schmutz kann einfach mit dem Wischer oder auch mit Hochdruck entfernt werden. Bei diesem Material muss man bei der Reinigung mit einem handelsüblichen Gerät für Privatanwender keine Rücksicht auf die Intensität des Wasserstrahls nehmen. Einzig die Trocknungszeit ist länger als bei ‚saugenden‘ Steinmaterialien, da der Feinsteinbelag gerade mal unter einem halben Prozent Wasser aufnehmen kann. Das bedeutet, dass es nach einem Regenfall etwas mehr Zeit braucht, bis der Boden wieder trocken ist. Wichtig ist, dass die Platten immer ein regelkonformes Gefälle aufweisen. Zudem sind offene Fugen optimal. Diese tragen zu einer effizienten Ableitung bei, womit der Untergrund schneller abtrocknet. Wenn die Fugen zu klein oder gar nicht vorhanden sind, können Probleme auftreten: Zum Beispiel, dass ein Platzregen einen Anstau oder Feuchtigkeits- bzw. Salzränder, wie diese bei Betonprodukten oft zu sehen sind, verursacht. Es gilt deshalb, eine fachmännische Entwässerungsplanung miteinzubeziehen.

 

Erweiterung des Innenraums

Bei der Gestaltung der Terrasse mit neuen Bodenbelägen kann der Boden innerhalb der Wohnung oder des Hauses als Vorbild dienen. Man versucht, die Materialisierung von innen aufzugreifen, zum Beispiel mit einem Feinsteinzeugbelag in Holzoptik. Jedoch kann sich dies manchmal als schwierig gestalten und es ist häufig der bessere Weg, auf Kontraste zwischen innen und aussen zu setzen, um eine harmonische Gestaltung zu erhalten.

 

Bepflanzung und Technik

Passend zum Belag werden die Pflanzgefässe definiert. Dabei empfiehlt es sich, vorhandene Farben der Fassade aufzugreifen: Sind die Fensterrahmen anthrazitfarben, passt diese Farbe auch für die Gefässe. Auf dunklen Terrassenböden wirken helle Gefässe besser und umgekehrt.

Wird der Bodenbelag renoviert und kommen neue Gefässe mit Pflanzen dazu, kann man die Gelegenheit nutzen, um Komfort-Technik einzubauen. Damit sind Bewässerungs- und Beleuchtungssysteme, Steuerungsleitungen oder Stromkabel gemeint, die unsichtbar unter dem Boden und in den Topf geführt werden können. Dabei kann es auch vorerst bei Leerrohren bleiben; die Installationen können auch später weiterverfolgt werden.

 

60 cm x 60 cm Feinsteinzeugplatten in grauer Granitoptik, kombiniert mit einem Wasserspiel.60 cm x 60 cm Feinsteinzeugplatten in grauer Granitoptik, kombiniert mit einem Wasserspiel.