Dickwandiges Lavasteingefäss, das durch den Hohlkörper gut isoliert.Dickwandiges Lavasteingefäss, das durch den Hohlkörper gut isoliert.

 

Terrasse – der gestaltbare Aussenraum soll oft nicht viel Aufwand erfordern – eine gut durchdachte Bepflanzung ist dafür das A & O.


Pflanzen für Terrassen

 

Die Terrasse hat in den letzten Jahren enorm an Stellenwert gewonnen und wird heute gerade im urbanen Raum viel stärker als erweiterter und gestaltbarer Wohnraum wahrgenommen. So scheint es, als entstünde zurzeit vermehrt Architektur mit dem individuell gestaltbaren Privatbereich im Aussenraum. Diese Wohnobjekte ziehen Personen an, welche sich einen Wohntraum verwirklichen möchten. Oft kommen die Besitzer von einem Haus mit Garten und möchten auf Balkon oder Terrasse auch wieder eine grüne Oase vorfinden. Ein Wohlfühlobjekt soll es sein, wenn möglich so opulent und wie der Garten zuvor, das jedoch weniger Aufwand macht. Eine solche Garteninszenierung ist ohne Weiteres möglich – ohne hohes Mass an Pflege und tägliche Hätscheleien. Damit eine derartige Grünanlage funktioniert, gilt es einige Punkte und wichtige Faktoren zu beachten.


Extreme Bedingungen

Hauptakteur ist natürlich die Pflanze selbst. Hier steht ein riesiges Sortiment zur Verfügung und bietet für jeden Standort Gewächse, welche dort gut gedeihen. Der Lebensraum auf einer Terrasse besitzt jedoch meist ein extremes Klima. Im Sommer heiss und sonnig und mit Wärmestrahlung von allen Seiten. Im Winter ist es nicht selten wochenlang unter null Grad, meist etwas windiger, dazu scheint noch ab und zu die Wintersonne auf die gefrorenen Triebe und immergrünen Blätter. Der Wind spielt allgemein eine ganz wichtige Rolle in Bezug auf Standfestigkeit und Bruchfestigkeit die Gefässe wie auch der Wasserversorgung. Wind bedeutet für die Pflanzen eine erhöhte Wasserverdunstung.

Pflanzenkombination im Zen-Garten: Wacholder mit Mauerpfeffer, Katzenpfoten und Thymian.Pflanzenkombination im Zen-Garten: Wacholder mit Mauerpfeffer, Katzenpfoten und Thymian.

 

Isolierte Gefässe

Der wohl wichtigste Punkt jedoch ist die Eignung der Pflanze zur Kultivierung in Gefässen. Dies hängt mit ihrem Wuchsverhalten und natürlich mit den Ansprüchen zusammen. Schnellwachsende Gewächse wie zum Beispiel Rottannen sind nicht geeignet, die Bergkiefer hingegen bietet sich als besonders geeignete Topfpflanze an. Sie ist an ihrem Naturstandort extremsten Bedingungen ausgesetzt, wie etwa engen Wurzelplatzverhältnissen in Felsspalten, Hitzeabstrahlung der Felsen im Sommer, viel Wind und tiefen Temperaturen im Winter. Wobei wir beim zweitwichtigsten Faktor wären – die Winterhärte. Die lässt sich meist noch vom Verkaufsort in Erfahrung bringen, aber Gewährleistung für ein Überleben sichert zum grossen Teil die Topfgrösse. Sie sollte nicht unter vierzig Zentimeter allseitiges Mass betragen um ein Durchfrieren des Wurzelballens zu verhindern. In normalen Wintern ist dies ausreichend. In Wintern wie dem vorletzten genügt auch das nicht mehr. Entscheidend ist hier auch die Wahl der Gefässe. Wenn isolierte Pflanztöpfe wie zum Beispiel Metallgefässe mit Innenisolationen zum Einsatz kommen, wird die Gewährleistung zur Winterhärte der Pflanzen wesentlich verbessert. Im Gegensatz zu dünnwandigen Kunststoffgefässen, wo die Wurzeln an der Gefässwand schneller abkühlen und im Sommer auch verbrennen können, ist gut zu überlegen, was ausgesucht wird. Auch Gefässe mit Hohlwänden haben einen isolierenden Charakter und sind jeglichen dünnwandigen vorzuziehen. Die Wahl der Gefässe ist ein ebenso wichtiger Faktor wie die Pflanzen selber, und da sollte grossen Wert auf Qualität und Zweckmässigkeit gelegt werden. Die Natur ist immer unser Lehrmeister und zeigt uns die besten Beispiele. Dies gilt auch in der Gestaltung in Bezug auf Pflanzenkompositionen für Gärten und Terrassen. Als Beispiel betrachten wir eingangs erwähnte Bergföhre. Als Nachbarn in der Natur finden wir Wacholder, Rhododendron, Erika, Thymian, Weiden und viele mehr. Davon sind jedoch nicht alle als Trogpflanzen für heisse Standorte geeignet. Der Thymian jedoch, als Unterbepflanzung einer schönen Solitärkiefer, oder ein Wacholderbusch als Nachbar sind gelungene Kombinationen. Dies lässt sich auf viele andere Pflanzen übertragen, Voraussetzung dazu sind Fachwissen und Erfahrungswerte in Bezug auf die Natur und die Gestaltung. Am besten schaut man sich Naturstandorte beziehungsweise Bilder davon an oder fragt die Profis.

Perfekt isolierte Gefässe aus ChromstahlPerfekt isolierte Gefässe aus ChromstahlAls flacher Terrassenbewuchs Mauerpfeffer, Gräser, Hauswurze und Kleinkoniferen.Als flacher Terrassenbewuchs Mauerpfeffer, Gräser, Hauswurze und Kleinkoniferen.Alpine Pflanzenkombination, Lerche und Wacholder mit Thymian in isolierten Titan-Zink-Gefässen.Alpine Pflanzenkombination, Lerche und Wacholder mit Thymian in isolierten Titan-Zink-Gefässen.