Gartencenter Hoffmann - Tradition seit 1904

Im Jahr 1904 wurde die Gärtnerei Hoffmann in Unterengstringen gegründet.

Anfänglich bestand sie aus einer Baumschule mit Obstkulturen. Später wurden für Gartenanlagen Koniferen gezüchtet. Die Gründer der Gärtnerei Hoffmann gingen auf Forschungsreisen und auf die Suche nach exotischen Gewächsen. Sie entdeckten die Dahlie. Diese importierten sie in die Schweiz und begannen mit grosser Begeisterung mit deren Züchtung. Die Dahlienzucht erreicht ihren Höhepunkt mit einer Artenvielfalt von über 2000 Sorten. Zu den Prämierungen reisten Interessierte aus ganz Europa an.

Gärtnerei Hoffmann 1910Gärtnerei Hoffmann 1910

Heute besteht die Firma Hoffmann aus einem Gartencenter mit angrenzendem Blumenhaus und diversen Gewächshäusern. Über 30 Mitarbeiter gehen mit grossem Fachwissen und Einsatz auf die Wünsche der Kundschaft ein.

Ein sorgfältig zusammengestelltes Sortiment an Pflanzen, Gefässen und Dekorationsartikeln steht der Kundschaft zur Verfügung.

Qualitätsbewusstsein und seriöse Dienstleistungen wurden auf- und ausgebaut. Dazu zählen Beratungen, Arbeiten direkt bei der Kundschaft wie Terrassenbepflanzungen, Gartenumänderung, Teiche, Bäche, Steingärten und Bewässerungsanlagen.

 

Die Dahlienschau - ein wichtiger Begleiter in der Geschichte der Gartencenter Hoffmann AG

Wo alles begann...

Im Herbst 1904 kaufte Gärtnermeister Albert Hoffmann im Alter von 24 Jahren in Unterengstringen einen kleinen Bauernbetrieb der Familie Frei-Hug, sowie Wiesen, Äckern und Reben. Mitten durch das Areal fuhr seit 1901 das „Lisebethli“, die Limmattaler Strassenbahn auf der Strecke Schlieren-Weiningen.

Albert Hoffmann kultivierte Topfpflanzen auf dem ehemaligen Bauernland, Gemüse, viele Stauden und Sträucher, aber auch Koniferen und Obstbäume. Seine Marktauffuhr mit dem Hundegespann war legendär, doch konnte dieses „Armeleutengespann“ bald durch einen Pferde-Einspänner ersetzt werden.

Von seinen Wanderjahren 1900-1903 hatte er aus Frankreich und Deutschland Dahlienknollen heimgebracht. Seine Dahlien hatte er so vermehrt, dass er bereits 1907 seine erste Dahlienschau präsentieren konnte.

 Dahlienausstellung UnterengstringenDahlienausstellung Unterengstringen

 

Die wichtigsten Meilensteine

  • 1924 entwickelte sich Hans Hoffmann, der älteste Sohn des Gründers Albert Hoffmann, zum Dahlienvater der Schweiz.
  • 1930 wurde ein weiterer, etwas exotischer Teil des Betriebes eröffnet: Es konnten die ersten Kakteen direkt importiert werden. Herr Eichenberger, baute hier einen Zweig auf, der vor allem während der jährlichen Dahlienschau von jedem Besucher auch erlebt werden wollte. Diese Kakteenschau wurde in den Gewächshäusern eingerichtet.
  • Nach dem Eintritt des Sohnes Albert wurde die Dahlienschau 1932 nach den Plänen von Gartenarchitekt Ammann in eine eigentliche Ausstellungsanlage umgewandelt. Eine neue Gliederung in Verbindung mit Gehölzen, Pergola, Bassin, Brücken und weiteren Gestaltungselementen gab der Ausstellung einen grosszügigen und attraktiven Charakter. 1932 hatte man ein Sortiment von über 600 Varietäten.
  • 1933 fand in Zürich die grosse Gartenschau statt. Es waren aber nicht die Dahlien, welche der grosse Schlager waren, sondern die Kakteen. In der Krisenzeit wurden die ausdauernden südländischen Sukkulenten nicht nur die Lieblinge der Rentner, nein in fast jedem Haushalt war eine verschlungene schmiedeeiserne oder hölzerne Etage mit Kakteen vorhanden - vom Weihnachtskaktus über Schlangenkakteen bis zu grossblütigen Sorten.
  • Daneben entwickelten sich parallel die übrigen Zweige des Geschäftes. Die reichhaltigen Anlagen mit Obst- und Ziergehölzen wurden vom begnadeten Baumschulisten Rudolf Hoffmann betreut. Genauso wie auch die Staudenkulturen wurden sie von den Fachleuten ihrer Qualität wegen sehr geschätzt und die Erzeugnisse waren trotz der enormen Auslandkonkurrenz gefragt.
  • 1939 wurde die Gärtnerei Hoffmann zur 2. internationalen Dahlien-Neuheitenprüfung und -Schau eingeladen, welche im Herbst 1939 stattfand.

 

Internationaler Dahlien-Prüfungsgarten

Ebenfalls 1939 wurde in Unterengstringen der erste internationale Dahlien-Prüfungsgarten der Schweiz eröffnet. Der Prüfungsgarten stand unter dem Patronat des Verbandes schweizerischer Gärtnermeister und des Verbandes Schweizerischer Gartenbauvereine. Die Veranstaltung war auf ideeller Grundlage aufgebaut und bezweckte die Förderung der Dahlienkultur und -liebhaberei auf internationaler Basis. Die Organisation und das Sekretariat für den Prüfungsgarten wurde der Firma Albert Hoffmann, Dahlienkulturen, Unterengstringen-Zürich übertragen.

 

Die Dahlienschau - eine langjährige Tradition

In den 50er Jahren - und zum Teil noch bis in die heutige Zeit hinein - wurde von der Dorffeuerwehr an schönen Sonntagen ein Parkierungsdienst aufgezogen, so dass die Besucher den Übergang von der Dahlienschau zum Gewächshauskomplex mit den Kakteen und Topfpflanzen unbehelligt passieren konnten.

Viele Besucher kamen auch zu Fuss von Höngg, von Schlieren oder vom Hardturm her der Limmat entlang zur Dahlienausstellung. Wie viele Besucher an einem schönen Wochenende, speziell am Bettag und am Knabenschiessen-Sonntag und –Montag die Ausstellung besuchten, ist nicht mehr genau rekonstruierbar, aber es waren mehrere Zehntausend. Lediglich aus den Jahren 1980-1983 sind die abgerechneten Billetsteuerbeträge bekannt, welche aufzeigen, dass auch dann noch rund 13'000 Besucher sich an der Dahlienausstellung freuten.