Terrasse – Natursteintröge sind ein ganz besonderes Gestaltungsmittel auf Terrassen

Kleine Gartenwelten aus Naturstein

 

Schichtmauerwerk «Azul de la piedra» mit passender Abdeckplatte.Schichtmauerwerk «Azul de la piedra» mit passender Abdeckplatte.Diese kleinen Bäume, die in Schalen gehalten werden, sind sehr pflegebedürftig und trocknen schnell aus. Dafür musste eine Situation geschaffen werden, die einerseits die Pflanzen optimal in Szene setzt und zugleich jahrein, jahraus, speziell im Winter und bei Unwettern genügend Schutz bietet. Die Lösung entstand aus der japanischen Gartengestaltung; Miniaturlandschaften, erstellt in Pflanztrögen. Eine sehr schöne Variante zeigt sich hier mit einem Schichtmauerwerk, das auf rund zehn Zentimeter Mauerstärke zugeschnitten wurde, um das Gewicht zu reduzieren. Nach Abklärungen mit einem Statiker betreffend der Lastaufnahme pro Quadratmeter konnte die Ausführung im vorgestellten Rahmen umgesetzt werden. Die Trogmauern wurden mit einer maximalen Höhe von sechzig Zentimeter gemauert. Innen sind sie mit einer Dichtbahn ausgekleidet und für den Schutz im Winter mit Hartschaumplatten gedämmt. Bei den grösseren Trögen behalf man sich mit einer Lage Blähton, damit diese nicht zu schwer wurden. Die Bonsai haben so nicht zu viel Substrat und können perfekt gehalten werden, ohne dass sie zu schnell wachsen. Das äusserst attraktive Material Schichtmauer, ein dunkler Kalkstein, wurde oben mit einer Abdeckplatte abgeschlossen. Das ist ein Muss für eine Mauer im Freien. Diese Abdeckplatte gibt der Mauer eine gewisse Eleganz und verhindert, dass Wasser in die Schichten eindringen kann, was zu Frostschäden führen würde. Die einzelnen Mauersteine wurden mit einer dünnen Schicht Natursteinkleber verbunden, um noch mehr Stabilität zu erhalten.


Auf dem Podest steht ein Lavasteingefäss mit einem Wacholder-Bonsai.Auf dem Podest steht ein Lavasteingefäss mit einem Wacholder-Bonsai.Gewichtige Entscheidung

Die Bepflanzung mit den Bonsai wurde kombiniert mit Bodendeckerstauden, die möglichst niedrig bleiben, wie zum Beispiel Thymian, Mauerpfeffer und Katzenpfoten. Diese blühen üppig und bleiben das ganze Jahr über grün. Um etwas Höhe einzubringen, kamen Gräser aus der Familie der Schwingel und aus Neuseeland noch Strauchveronika zum Einsatz. Eine besondere Raffinesse stellt auch die Beleuchtung mit kleinen LED-Spots dar. Die Technik ist unter einem Steintrog verborgen und lässt sich bequem über einen Funksender bedienen. Bei Nacht zeigen sich so zusätzliche Effekte und die Bepflanzung erscheint in zum Teil dramatischen und völlig anderen Bildern.

Die Möglichkeit mit Trögen zu arbeiten lässt sich auch mit Stahl, Aluminium oder Holz verwirklichen. Für jeden Geschmack und für jedes Objekt gibt es das Passende. Zu beachten ist immer die mögliche Belastung, also das Gesamtgewicht. Das zulässige Gewicht wird in einer Baunorm als 250 Kilogramm pro Quadratmeter beschrieben. Ein solches Gewicht ist sehr schnell erreicht! Immer sollte ein Statiker das letzte Wort haben. Oft ergibt sich die Möglichkeit, mehr zu belasten, wenn unmittelbar darunter Stützmauern sind, oder auch Eckbereiche sind stabiler. Jedoch gilt hier ganz klar, kein Risiko einzugehen und die nötigen Auskünfte einzuholen - entweder beim Architekten, der geplant und das Objekt bauleiterisch betreut hat, oder mit einem Ingenieurbüro für Statik.

Tröge sind eine reizvolle Variante, sich Gartenstimmung auf die Terrasse zu holen und lassen beinahe unbegrenzte Möglichkeiten offen mit ausgeklügelten Bepflanzungen, die viele Jahre lang Freude bereiten.

Bepflanzung mit einem Kiefern-Bonsai und Mauerpfeffer. Mit Kiesstreifen entsteht der Eindruck eines Mini-Gartens.Bepflanzung mit einem Kiefern-Bonsai und Mauerpfeffer. Mit Kiesstreifen entsteht der Eindruck eines Mini-Gartens. Die Steintröge laufen harmonisch ineinander und setzen sich zum Terrassenboden mit einer schwarzen Kiesleiste ab.Die Steintröge laufen harmonisch ineinander und setzen sich zum Terrassenboden mit einer schwarzen Kiesleiste ab.