Man erntet, was man sät

Im Juni wird der Hobbygärtner für seine Arbeit in den vorangegangenen Monaten belohnt: Der Garten grünt und blüht jetzt in voller Pracht.

Allerhand zu tun ist trotzdem auch in diesem Monat. Das Unkraut und die Schädlinge profitieren ebenso von den günstigen Bedingungen, sodass die Arbeit im Garten nicht nachlässt. Abhängig von der Witterung gilt es zudem darauf zu achten, dass alle Pflanzen genügend Feuchtigkeit haben und bei Bedarf gewässert werden.

Insbesondere sollte der Rasen nicht vergessen werden. Da dieser nur ca. 10 cm tief wurzelt, ist die Gefahr gross, dass er vertrocknet. Ich empfehle Ihnen, den Rasen jeden dritten Abend zu wässern, sollte es nicht öfters regnen. Wenn Sie den Rasen noch düngen wollen, wäre es jetzt an der Zeit, dies zu tun. Unbedingt dabei zu beachten ist, dass Sie danach den Rasen gut einwässern. Sonst kann es zu Verbrennungen kommen. Die Schnitthöhe sollte nicht tiefer als 4 cm sein (ideal wäre zwischen 4 und 5 cm). Schneidet man den Rasen zu tief, besteht die Gefahr von Moosbildung. Unkräuter wie Klee können Sie problemlos mit den empfohlenen Produkten vom Fachhandel behandeln. Wenn Sie Hirse im Rasen bekämpfen wollen, braucht es dazu spezielle Herbizide gegen Hirse, lassen Sie sich im Gartencenter beraten.
Die Saison der frischen Früchte hat wieder begonnen.Die Saison der frischen Früchte hat wieder begonnen.

Erntezeit hat angefangen

Für die Hobbygärtner, die im Frühjahr Gemüse und Beeren gepflanzt haben, beginnt jetzt die Erntezeit. Erdbeeren sind durch den warmen Frühling schon dabei zu reifen. Hier empfehle ich Ihnen, den Boden mit Stroh auszulegen, damit die Früchte vor Schnecken sicher sind und damit sich keine Fäulnis an den Früchten bildet. Wenn Sie noch keine Erdbeeren gepflanzt haben, ab Mitte Juli bis August ist die beste Pflanzzeit für Erdbeeren. Im folgenden Jahr erhalten Sie eine Vollernte. Nun zum Hauptgemüse der Italiener: Tomaten sollten wenn möglich gedeckt stehen, bei häufigem Niederschlag kann es zur gefürchteten Krautfäule (Pilzkrankheit) kommen. Die Blätter werden von unten her schwarz und die Tomatenpflanze wird innerhalb weniger Tage eingehen. Sie können dem vorbeugen, indem Sie die Pflanzen mittels Tomatenhaube oder Tomatenhaus vor dem Regen schützen. Sollten Sie beides nicht zur Hand haben, empfehle ich Ihnen, die Tomaten mit einem biologischen Fungizid vorbeugend zu spritzen. Hierbei ist noch zu erwähnen, dass die Infektion in erster Linie über erkrankte Kartoffelpflanzen erfolgt. Setzen Sie niemals Kartoffeln in unmittelbarer Nähe von Tomaten! Und vergessen Sie nicht, die Seitentriebe regelmässig auszubrechen, um den Haupttrieb zu stärken und für einen möglichst grossen Ertrag zu sorgen.

Gefahr von Schädlingen

Das warme und trockene Wetter der vergangenen Wochen sind für die Reben ideale Bedingungen, aber auch für Schädlinge und Pilzkrankheiten. Die so genannte Rebenpockenmilbe hat sich diesen Frühling stark verbreitet. Dieser Schädling sitzt auf der Blattunterseite und zapft dabei die Saftbahnen der Blätter an. Erkennen kann man dies sehr gut an den Wölbungen auf der Blattoberseite, die sich später rötlich verfärben. Sollte Ihre Rebe von diesen Schädlingen befallen sein, empfehle ich Ihnen, die Pflanze mit einem entsprechenden Spritzmittel zu behandeln. Informieren Sie sich im Fachgeschäft.

Bei Obstbäumen wie z. B. Apfel und Zwetschge sollte man jetzt gegen Schorf und Mehltau (Pilzkrankheit) vorbeugend eine Spritzung vornehmen. Hierzu empfehle ich Ihnen das neue biologische Spritzmittel Thiovit Jet, das Sie im Gartencenter bekommen. Es gewährt einen Pilz-Schutz für die Blätter sowie für die Früchte vor Schorf (braune Flecken auf Blättern und Früchte).

Anbei noch zu den Obstbäumen: Wenn Sie die Früchte vor Wurmigkeit schützen wollen, ist in der ersten Juli-Woche eine Spritzung bei Zwetschgen und Pflaumen mit dem Mittel Insegar empfehlenswert. Viel Spass beim Naschen im Garten!