Das Stiefmütterchen ist zu Recht beliebt

Der Kalender hat längst auf Herbst umgestellt. Zu unserer Freude lässt sich der Sommer aber nicht so leicht vertreiben. Milde Temperaturen und viel Sonnenschein bescheren uns genussreiche Stunden unter freiem Himmel.

Das Grün der Bäume weicht einer bunten Mannigfaltigkeit, wie sie nur die Natur bieten kann. Viele Gewächse kommen bei einer Planung gerade wegen dieses Kriteriums in die nähere Auswahl. Das leitet auch gleich zum ersten Thema über.

DAS STIEFMÜTTERCHEN erfreut uns mit ihrem Farbenreichtum.DAS STIEFMÜTTERCHEN erfreut uns mit ihrem Farbenreichtum.Planen Sie in irgendeiner Form eine Umänderung oder Neupflanzung im Garten, Terrasse, Balkon? Praktisch alle Pflanzen können jetzt ausgegraben, d.h. neu gesetzt werden. Das Auspflanzen einer Tessinerpalme oder die Bestückung eines Teiches mit Sumpfund Wasserpflanzen, um zwei Ausnahmebeispiele zu erwähnen, sollten mit Vorteil erst im Frühjahr an die Hand genommen werden. Nun zur idealen Pflanzzeit Herbst: Beschäftigen Sie sich mit dem Gedanken einer pflanzlichen Veränderung, skizzieren Sie diese und lassen sich im Gartencenter inspirieren. Die zahlreichen Beispiele wie auch die kompetente Beratung führen Sie so schnell zum Ziel.

ES NAHT AUCH DIE ZEIT, in der wir uns mit der Neuanpflanzung unserer bunten Blumenrabatten, Töpfe, Schalen, Terrassenbeete etc. beschäftigen. Der abgeräumte Sommerflor kann kompostiert oder der Grünabfuhr übergeben werden. Achten Sie darauf, dass keine überlebenden Unkrautwurzeln von z.B. Winden, Schnurgras, Klee, Baumtropfen, um einige bekannte zu erwähnen, in den Kompost gelangen.

Noch einige Worte zu den Herbstund Frühjahrsblühern. Zu den bekanntesten zählen wohl das Stiefmütterchen (Viola, Pensée), Bellis (Gänse- oder Müllerblümchen) und Goldlack. Diese unermüdlichen Dauerblüher erfreuen Sie von heute über den Vorfrühling bis weit in die Frühjahrsmonate mit einer bunten Blumenpracht. Um die Daseinsberechtigung dieser Pflanzengattung einmal besonders hervorzuheben, erwähne ich heute das Stiefmütterchen. Mit seinen bescheidenen Ansprüchen an Lage und Boden macht es sich berechtigterweise sehr beliebt. Es hat aber noch weitere Vorzüge. Betrachten Sie für einmal eine einzelne Blüte. Das sind liebliche Gesichter, die uns in unendlich vielen Farbnuancen anstrahlen. Durch ihren mannigfaltigen Reichtum an Farbe und Grösse bleiben diese allbekannten Pflänzchen auch nach Jahrzehnten ein Bestseller.

BEETE ABRÄUMEN, Boden aufhacken oder leicht umgraben, wenig Blumendünger verteilen – und schon kann mit dem Pflanzen begonnen werden. Fehlende Erde kann mit einer Einheitsoder Blumenerde aus dem Gartencenter bequem ergänzt werden. Für Rabatten, aber auch ganz besonders für Töpfe, Kistchen und Schalen eignen sich nebst den beschriebenen auch die Kleingehölze wie Erika, Calluna, Pernettya, Skimmia und verschiedene Gräser. Dazu sei erwähnt, dass nicht nur die Blüte, sondern auch Beeren, Blütenknospen oder die Eleganz der Blätter zu einem hohen Zierwert beitragen können. Ihrer langanhaltenden Farbbeständigkeit wegen erfreuen sich auch die eingefärbten Erika und Calluna grosser Beliebtheit.

Im gleichen Atemzug einer Beschreibung von Herbstanpflanzung dürfen wir die Blumenzwiebeln nicht vergessen. Tulpen mit ihrem enormen Spektrum über Blütenfarbe, -grösse und -zeit, Narzissen in einer ähnlichen Vielfalt, Crocusse, Muscari, Scilla, Schneeglöckchen, Märzenbecher dürfen nicht unerwähnt bleiben. Die Zwiebeln pflanzen Sie gleichzeitig mit dem erwähnten Herbstflor. Sie finden diese in einer vorzüglichen Qualität, reich bebildert und mit allen notwendigen Angaben versehen im Fachhandel. Dort erhalten Sie auch die gesuchten Antworten auf Ihre Fragen sowie hilfreiche Tipps und Anregungen. Beim Auspflanzen der Zwiebeln gilt die Faustregel Pflanztiefe gleich mindestens doppelte Zwiebelhöhe. Gegen Pilzkrankheiten pudert man die Pflanzstelle mit einem speziellen Fungizid-Pulver ein. Jetzt braucht es nur noch Geduld. Diese wird ab März mit einem bunten Blumenmeer belohnt. Dazu könnten sich auch positive Überraschungen gesellen, besonders dann, wenn die Auswahl im Herbst eher spontan und nicht so geplant erfolgt ist. Auch das gehört zum Gartengenuss.