Frühlingserwachen der Pflanzenwelt

Der Frühlingsmonat März hat begonnen, und mit ihm erwachen auch die Pflanzen zu neuem Leben. Doch wie bereitet man seine Pflanzen im Garten optimal auf den Frühling vor?

Der Monat März weckt in uns eine grosse Vorfreude auf die Frühjahrs- und Sommerzeit. Er tritt als Schwelle für den Übergang vom Winter in den Frühling auf. Die vielen langen und kalten Wintertage gehören, so hoffen wir, nun der Vergangenheit an. Die ersten Blüten und Düfte dringen intensiv in unser Bewusstsein ein. Die Natur lässt sich nicht aufhalten, was uns berechtigt, nach den ersten Blüten Ausschau zu halten. Viele Zwiebelgewächse wie Schneeglöckchen, die zierlichen Wildkrokusse, Winterlinge. Narzissen, Tulpen, Krokus, Hyazinthen drängen jetzt nach oben. Etwaige dicke Laubschichten vom vergangenen Herbst sollten nun entfernt werden. Die Blüten würden durch die Blätterschicht zwar nicht verhindert, aber doch verzögert.
Bei der Zaubernuss (Hamamelis) öffnen sich die ersten Blüten bereits im Januar. Vor einem ruhigenHintergrund kommen diese gelb und rot farbigen Sorten besonders zur Geltung.Bei der Zaubernuss (Hamamelis) öffnen sich die ersten Blüten bereits im Januar. Vor einem ruhigenHintergrund kommen diese gelb und rot farbigen Sorten besonders zur Geltung.Die grosse Zeit der Blütengehölze folgt im April. Deren Vorboten wie zum Beispiel die zierliche Scheinhasel, Hasel, frühen Weidensorten, Magnolien, Jasmin, Zaubernuss, Seidelbast, die ersten Zierkirschen stimmen uns mit Farbe und Duft so richtig ein. Dazu zählt auch die lilarosafarbene Vorfrühlingsalpenrose, Rhododendron Praecox, welche das Blütenspektakel unter den Moorbeetpflanzen einläutet. Nacht- und Spätfröste können diesen zarten Blüten schaden. Sie können sie aber mit geeignetem Abdeckmaterial wie Vliese rechtzeitig schützen. Sobald die Gehölze abgeblüht sind, beginnt der ideale Zeitpunkt, diese zurückzuschneiden, auszulichten und zu verjüngen. Die Pflanze beginnt sofort nachzuwachsen, um sich für die Blühkraft im kommenden Jahr einzurichten. Wärmende Sonnenstrahlen im März nutzen auch die ersten Blütenstauden und stellen ihre Blütenpracht vornehmlich an südgeneigten Stellen, in Steinund Kiesgärten oder Mauerritzen zur Schau. Dabei denken wir an das Blaukissen, Primeln, Arabis, Adonis, Veilchen, Alpenveilchen, Pelzanemone.
Es ist nun auch höchste Zeit, die Rosen zu schneiden und einen entsprechenden Dünger auszubringen. Dabei verwenden Sie im Idealfall einen spezifischen Rosendünger. Viele Rosensorten sind Schädlingen und Krankheiten ausgesetzt. Ein äusserst wirkungsvoller Schutz ist die Winter- oder Vorfrühlingsspritzung. Ideal beim Knospenschwellen, jedoch vor dem Austrieb, werden die Rosen mit einem so genannten Winterspritzmittel behandelt. Dieses schützt Ihre Rosen gegen viele überwinternde Pilzkrankheiten wie Sternrusstau, Rost, Mehltau. Gegen überwinternde Schädlinge können Sie gleichzeitig ein umweltschonendes Winteröl beimischen. Ein kleiner Aufwand für eine grosse Wirkung. Unterstützen Sie diese, indem Sie sich im Gartencenter fachmännisch beraten lassen. Dasselbe gilt übrigens auch für Ihre Obst-, Reben- und Beerenpflanzen.
Auch für den Gemüsegarten wird es nun Zeit, die ersten Arbeiten in Angriff zu nehmen. Nachdem sich das Eis verabschiedet und der Boden genügend Wärme aufgenommen hat, wird er sorgfältig und tief umgegraben (sofern das nicht bereits vor dem Winter erfolgt ist). Entfernen Sie gleichzeitig sämtliches Unkraut. Achten Sie dabei auch darauf, dass aggressive Wurzeln, zum Beispiel Baumtropfen, Winden, Schnurgras, möglichst unbeschädigt und vollständig entfernt werden. Das erspart Ihnen später viel Ärger. Vergessen Sie auch nicht, eventuell vorrätigen reifen Kompost auszubringen. Er erhöht nicht nur den Humus- und Nährstoffgehalt des Bodens, sondern unterstützt auch die positiven Auswirkungen auf die Bodenlebewesen. Kompost sollte krümelig sein und einen angenehmen erdigen Duft ausströmen.
Noch ein (kurzes) Wort zum Rasen. Frost und Schnee haben den Gräsern mehr oder weniger zugesetzt. Daher ist es durchaus möglich, dass das gewohnte Grün einem Braun-Grün gewichen ist. Ein Rasen besteht aus verschiedenen Grassorten. Nicht alle haben die strengen Wintereinflüsse schadlos überstanden. Die Gräser präsentieren sich wie abgestorben oder verklebt. Als Sofortmassnahme, so ca. ab Mitte März, empfiehlt sich, den Rasen von Hand zu «striegeln» (nicht zu verwechseln mit vertikutieren!). Dazu eignen sich Lauboder Strassenbesen. Räumen Sie das Material sauber ab. Es kann kompostiert werden.
Sofort danach sollte die Frühjahrsdüngung mit einem geeigneten Rasendünger erfolgen. Das unterstützt die Kraft der Gräser zu einem optimalen Frühjahrsstart. Je nach Düngersorte muss im April mit einem Langzeitdünger ergänzt werden. Das Fachpersonal im Gartencenter hilft Ihnen bei diesen für den Rasen so wichtigen Fragen gerne weiter. Ein bis zwei Wochen später erfolgt der erste Schnitt. Als Schnitthöhe stellen Sie aber nicht tiefer als 35 bis 40 mm ein. Anschliessend kann der Rasen vertikutiert werden. Auch hier gilt: Material sauber abräumen.