Japanische Ahorne – Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet dieser schönen Solitäre liegt auf den japanischen Inseln Hokkaido und Honshu sowie für gewisse Sorten in China und Korea.

Schönheit in vielen Farben und Formen

Acer Sangokaku und Acer Pink Filigree.Acer Sangokaku und Acer Pink Filigree.Seit über 300 Jahren werden japanische Ahorne wegen ihrer Schönheit in einer Vielfalt an Farben und Formen gezüchtet und gepflegt. Aufgekommen sind die heute unzähligen Sorten und Züchtungen bereits im 17. Jahrhundert in Japan. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet liegt auf den japanischen Inseln Hokkaido und Honshu (Acer japonica-Arten), weitere Ursprungsorte liegen in China und Korea (Acer palmatum-Arten). Der Naturstandort dieser Pflanzen ist in strauchigen Flächen und Hecken, auf frischen bis leicht feuchten, sauren bis neutralen und nährstoffreichen Böden, an sonnigen bis leichtschattigen Lagen.

Japanische Ahorne

Als Japanische Ahorne werden zwei Arten bezeichnet; Acer palmatum und Acer japonicum. Bekannter und beliebter sind die palmatum- Sorten, welche oft als zwergwüchsige Sträucher oder als Schirmformen gedeihen. So zum Beispiel der berühmte Rote oder Grüne Schirmahorn, welchen man oft als Solitärpflanze in Gärten und auf Terrassen antrifft.
Acer palmatum Deshojo.Acer palmatum Deshojo.Der Schirmahorn (Acer palmatum Dissectum) wächst relativ langsam und wird oft so breit wie hoch. Sehr alte Exemplare können über hundert Jahre alt werden und erreichen mehrere Meter im Durchmesser. Diese Sorten zeichnen sich durch feingeschlitztes Laub aus, und der Wuchs ist meist überhängend, mit sich stark verzweigenden Trieben, sodass die Form an einen Schirm erinnert. Sie werden meist auf Acer palmatum veredelt, da sie wurzelschwach sind. Das hilft diesen Arten, sich besser und kräftiger zu entwickeln. Bekannt sind grüne Züchtungen wie etwa die Sorte Dissectum mit ihrem feinen grünen Blattwerk und der leuchtend orangen Herbstfärbung – eine Pracht für jeden Garten. Die rote Verwandte ist die Sorte Garnet. Sie ist im Frühling und Herbst intensiv rot gefärbt und kann in heissen Sommern einen leichten Grünstich bekommen.

Neue Züchtungen

Acer Seyriu und Acer Dissectum und Enkianthus Kugel.Acer Seyriu und Acer Dissectum und Enkianthus Kugel.Natürlich sind viele weitere und teils auch ganz neue aufsehenerregende Züchtungen im Umlauf. Einige wenige Highlights seien hier genannt: Palmatifidium, mit sehr feinem zartem grünem Laub mit oranger Herbstfärbung, Star Red, mit dunkelrotem Laub und dunklem Holz, Jacks Jewel, mit grün-rotem Laub und leuchtend roten Neutrieben.
Acer palmatum Oridono-nishiki.Acer palmatum Oridono-nishiki.Die aufrecht wachsenden Sorten werden als Fächerahorne bezeichnet. Sie sind sehr gut in Gärten zu halten und werden vier bis zehn Meter hoch, haben einen kompakten, sich nach oben öffnenden, aufrechten Wuchs. Ihr Laub jedoch ist je nach Züchtung sehr variabel. Der ganz typische Fächerahorn ist die reine Art (Acer palmatum) mit einem handförmigen Blatt von zirka fünf Zentimetern Durchmesser. Er gilt als einer der am grössten werdenden Zierahorne. Mit V-förmigem Wuchs kann er (in der Heimat, oder an optimalsten Standortbedingungen) gut zehn Meter hoch und breit werden, aber auch dies benötigt gut 60 Jahre. Es gibt unzählige spannende Sorten, wie etwa den rotholzigen Sangokaku, der eine goldorangene bis rötliche Herbstfärbung und im Winter tiefrotes Holz zeigt.
Feineres Laub trägt die Sorte Kotono- ito mit hellgrünem Austrieb und gelboranger Färbung im Herbst. Ihr erster Laubaustrieb sind fast nur dünne Fäden von Blättern, erst im Juni kommen dann kräftigere Blätter zum Vorschein. Die Japaner entfernen diese, damit der Baum feinlaubig bleibt. Besonders farbenprächtig ist die Sorte Deshojo, mit einzigartig karminrot gefärbtem Blattaustrieb im Frühling. Diese intensive Färbung findet man bei keiner anderen Pflanze derart stark ausgeprägt. Gegen Juni verfärben sich die Blätter zurück ins Grün, um dann im Herbst wieder intensiv rot zu werden. Lange war diese Sorte nur in den kleinen Bonsai- Formen erhältlich. Nun tauchen seit ein paar Jahren immer mehr Sträucher in allen Grössen auf.

Standorte

Grundsätzlich sind alle Ahorne pflegeleichte Pflanzen, welche auch sehr gut in Gefässen gedeihen und deshalb gerne auf Terrassen eingesetzt werden. Sie gelten als gut winterhart und verlangen durchlässige, eher saure Böden, an sonniger bis halbschattiger Lage. Rückschnitte sind im Masse zu machen, jedoch lassen sich auch sehr schöne Bonsais aus vielen Sorten herankultivieren. Geschnitten wird im Laub, vor oder nach der Sommerhitze. Das Düngen ist vor allem in den Gefässen sehr wichtig und erfolgt im Frühling, am besten mit einem Langzeitdünger. Oft findet man Ahorne in Einzelstellung, denn als Solitäre können sie ihre ganze Wirkung entfalten. Durch ihr schönes Laub, die aufregenden Herbstfärbungen und den kompakten Wuchs gelten sie als wertvolle Ziergehölze und erfreuen sich grosser Beliebtheit.