Dem endlosen Winter zum Trotz – der Frühling ist eingetroffen

 

Die lang anhaltende nass-kühle Witterung hat unseren Fahrplan im Garten mehr oder weniger durcheinander gebracht. Vieles wurde verzögert, aber nicht verunmöglicht. Nun präsentiert sich der Garten aufnahmebereit für viele Unterhalts-, Erneuerungs- und Verschönerungsarbeiten.

Der Übergang vom Winter in den Frühling erfolgte abrupt mit Temperaturunterschieden von über 20 Grad. Fast explosionsartig haben sich die Knospen geöffnet und die ersten Blüten hervorgezaubert. Wie verwandelt stehen die erst noch kahlen Kirschbäume nun plötzlich in ihrem prächtigen weissen Blütenkleid da.

Kompakte Azaleenformen für Showeffekte in Rabatten und Töpfen.Kompakte Azaleenformen für Showeffekte in Rabatten und Töpfen.Dieses Naturspektakel fordert uns geradezu auf, in den Garten zu steigen und das Notwendige an die Hand zu nehmen. Wir freuen uns, ein über den Winter sorgfältig unterhaltenes und eventuell ergänztes Werkzeug- und Maschinenarsenal anzutreffen und zielgerecht einzusetzen.

Achten Sie auf die Sauberkeit und Schärfe des Schneidewerkzeugs. Alte Dünger, Pflege- und Schädlingsbekämpfungsmittel kontrollieren wir auf deren Zustand und eventuelle Ablaufdaten. Bereits verdünnte und auch viele über Jahre aufgebrochene Packungen sollten entsorgt werden. Beachten Sie dabei die entsprechenden Entsorgungsrichtlinien Ihrer Gemeinde.

Blütensträucher und Bodendecker können Sie bedenkenlos noch zurückschneiden. Der ideale Zeitpunkt hiefür wäre die Zeit sofort nach dem Abblühen. Das gilt übrigens auch für die Rhododendren und Azaleen. Beim Ausputzen der Rabatten (Unkraut und alte Laubrückstände entfernen) nehmen Sie Rücksicht auf die zarten, neu austreibenden Blütenund Blattstauden. Dasselbe gilt auch beim Rückschnitt und Abtrag der vorjährigen Überreste dieser Stauden.

Noch ein Wort zum Rasen. Um den Vorstellungen von einem dichten, gesunden und satten Grün in der Wirklichkeit näher zu kommen, sollten die wichtigsten Regeln beachtet werden: zwei Mal im Jahr vertikutieren (Frühling und Herbst), zwei bis drei Mal düngen (nach dem Vertikutieren und im Spätsommer), regelmässiger Schnitt (am besten wöchentlich), Schädlings- und Unkrautbekämpfung je nach Notwendigkeit.

Das erste Vertikutieren können Sie noch nachholen. Achten Sie darauf, dass kurz vorher gemäht wird. Die Messer sollten stets scharf geschliffen sein. Beim Dünger verwenden Sie ein rasenspezifisches Produkt mit Stickstoff in unterschiedlichen Langzeitformen. Sie verhindern ein kurzfristiges Pushwachstum und verdrängen Unkraut und Moos.

Dadurch erfolgt ein regelmässiges Wachstum zu einem gesunden und sattgrünen Teppich. Ein beachtlicher Teil dieses Rasenaufwandes könnte Ihnen durch den Einsatz eines Rasenroboters abgenommen werden. Einmal installiert erledigt dieses Wunderding die Mäharbeit und Schnittgutentsorgung ohne eigenes Dazutun.

Der Rasen wird so fast täglich mit einem scharfen Messer geschnitten. Das praktisch nicht sichtbare Schnittgut wird dem Rasen als regelmässige Naturdüngung zurückgegeben. Diese Vorteile sollten wir nicht unterschätzen. Über Sinn und Einsatzmöglichkeiten einer solchen Maschine kann Ihnen die Fachperson im Gartencenter weiterhelfen. Giessen Sie den Rasen nur in einer Trockenzeit. Wässern Sie die ganze Fläche in den Abendstunden tüchtig ein. Der gesamte Wurzelbereich sollte völlig durchtränkt sein. Halten Sie dabei die Intervalle von ein bis zwei Durchgängen pro Woche ein.

Die Gartensaison hat nun definitiv begonnen. Wir machen uns Gedanken, wie denn das eine oder andere Plätzchen, sei dies ein Topf, eine Rabatte oder gar ein ganzer Sektor, geändert, verschönert oder bunter gestaltet werden könnte.

Als Nächstes beschäftigen wir uns mit dem Was und Wie. Möchte ich die Rabatte mit einem dauernden Blütenteppich von heute bis in die Herbstmonate überziehen? Vielleicht geht die Tendenz eher auf eine Dauerbepflanzung mit Sträuchern, Rosen, Blüten- und Blattstauden oder auf ganz spezielle Einzelpflanzen als Blickfang.

Eine davon, um bei der Aktualität zu bleiben, wäre da die japanische Azalee in einer kompakten Form mit leuchtenden Blüten übersät. Sie benötigt sauren Boden (Torf oder Torfersatz, spezielle Rhodoerde) und sollte an einem mehr oder weniger sonnigen Platz ausgepflanzt oder in einen schönen Topf gesetzt werden. Einzeln oder in Gruppen kombiniert entfaltet dieses Schmuckstück einen wahren Showeffekt.

Eine Inspiration durch die Natur und ganz speziell ein Rundgang durchs Gartencenter bringt uns entscheidend weiter. Die Präsentationen in verschiedenen Szenerien und die enorme Ausstrahlung der bunten Blütenkraft des Sommerflors übertreffen die kühnsten Träume.