Zweige, Zwiebeln, Sprossen – der Frühling ist auf dem Weg

Noch hat der Frühling und damit die Saison der Pflanzen nicht begonnen. Für Pflanzenfreunde ist das aber kein Grund, zuzuwarten, bis es überall grünt und blüht. Auch die Winterlandschaft bietet einiges, mit dem man seine botanische Kreativität ausleben kann.

Ein goldenes Straussenei in einem Nest: Pflanzenträume lassen sich auch im Winter verwirklichen.Ein goldenes Straussenei in einem Nest: Pflanzenträume lassen sich auch im Winter verwirklichen.Frühling ist die Zeit des Wachsens und Spriessens. Alles erwacht vom langen Winterschlaf. Es ist die Zeit des neuen Lebens, des Erwachens, des Verliebens, einfach die Zeit der puren Lebenslust.
Der Frühling steht auch für den Neubeginn. Nicht umsonst kommen in der Tierwelt alle «Tierbabys» im Frühling zur Welt. Eben ein neues Leben, ein neuer Weg beginnt.

Noch in der kalten Jahreszeit, Januar oder Februar, einen Spaziergang durch die Mutter Natur zu unternehmen, ist nicht nur gesund und weckt die Lebensgeister. Auch dient er dazu, viele Werkstoffe zu sammeln, um später ein Werkstück zu gestalten, welches bei jedem Betrachter Bewunderung auslöst. In der Winterzeit wird durch den Forstwart sehr viel geholzt. Auch die Landschaftsgärtner schneiden sehr viele Sträucher zurück, und genau dort gibt es wunderbare Dinge zum Einsammeln. Auf den Feldern stehen die alten Obstbäume, die ganz grün bemooste Äste haben. Die Weiden, die oft an den Bachläufen gedeihen, bringen auch Farbe in den Alltag mit ihrem frischen Grün- oder Gelbton. Weidenkätzchen oder auch trockenes Gras eignet sich zum Aufsammeln, um später ein Werkstück daraus zu kreieren. Fast alles kann aus der Natur genommen werden, um ein Kunststück daraus entstehen zu lassen. Was würde sich in dieser Jahreszeit nicht mehr anbieten, als eine Nestform zu gestalten? Denn wenn die ersten Sonnenstrahlen uns entgegen scheinen, sind auch die kleinen fleissigen Vögel am Nestaufbau. Wir greifen also die Form nicht aus der Luft, sondern inspirieren uns an der Natur.

Die Äste werden ineinander geschlungen, einer nach dem anderen. Falls sie durch das Ineinanderschlingen nicht halten sollten, gibt es eine Drahtschnur, die gut ins Konzept passt. Sie sieht aus wie eine Schnur, hat jedoch im Innenleben einen Draht. So kann man die Äste, die wild aus der Gestaltung springen, einfach in Form binden. Ein natürlich gestaltetes Nest macht vor allem die Verschiedenartigkeit des Materials aus. Also möglichst viele Materialien kombinieren. Dazu sollte man Zweige von Magnolien, Erlen, Weiden, Birken, Hasel sowie für die Auspolsterung Flechten, Moos, Gräser, eventuell Federn verwenden. Sie machen aus dem Nest ein kleines Naturwunder. Haben Sie schon mal ein richtiges Nest von Vögeln kreiert in der Hand gehalten? Es ist einfach wunderbar. Wenn das kein Naturwunder ist!

Wenn das selbst gestaltete Nest seine Form gefunden hat, kann es verschieden eingesetzt werden. Auf einem Wurzelstock befestigt oder in die Höhe gebunden, wie das Kunstwerk mit dem goldenen Straussenei auf dem obigen Bild, bekommt unser kleines Wunder gleich noch mehr Aufmerksamkeit.