Christbaum raus – Stimmung rein

Nach den langen Festtagen mit viel Glanz, Weihnachtsbaum und festlichem Essen soll im neuen Jahr alles anders werden: Christbaum raus, Stimmung rein. Nur wie setzt man das um?

Viele Leute haben das Jahr mit guten Vorsätzen und neuer Motivation begonnen. Die üppige Weihnachtsdekoration ist abgeräumt, es hat Platz für etwas Neues.

Draussen ist es eisig kalt, am gemütlichsten ist es ohnehin zu Hause. Wieso also nicht die Stimmung ins Haus holen, um die Frische des neuen Jahres geniessen zu können?

WIR FÜHLEN UNS WOHL, wenn wir mit unserer Umgebung im Einklang sind. Fällt der Blick auf Dinge, die uns angenehm sind, herrscht Übereinstimmung und Harmonie. Das trifft insbesondere auf Blumen zu. Blumen haben eine positive Ausstrahlung auf ihre Umgebung und tragen zu mehr Wohlbefinden der Menschen bei. Dies ist besonders wichtig in der kalten, sonnenarmen Winterzeit.

Unsere Terminkalender sind übervoll, wir rennen von Verabredung zu Verabredung, wir sind gestresst. Pflanzen lassen uns Tempo wegnehmen. Es überrascht nicht, dass Pflanzen nachweislich einen beruhigenden und positiven Effekt auf uns Menschen haben. Der Stress nimmt ab, das Wohlbefinden nimmt zu. Auch erhöhen die Pflanzen in trockenen Räumen die Luftfeuchtigkeit, was vor allem in der kalten Winterzeit der Fall ist.

Die Momente geniessen, mit Freunden zusammen sein – das sind Augenblicke, in denen uns klar wird, wie wunderbar das Leben doch sein kann. Damit wir uns in den vorhandenen Räumen auch gut fühlen, kommt es nicht nur auf das architektonische Ambiente an, sondern auch auf das Leben darin, Menschen, Natur, Pflanzen.

Christbaum raus - Stimmung reinChristbaum raus - Stimmung reinLASSEN SIE SICH BERATEN in einem Fachgeschäft über mögliche Pflanzungen. Nicht jede Pflanze eignet sich. Pflanzen haben Ansprüche an Licht, Erde und Wasser. Nicht überall gedeiht alles optimal.

Bei einem falschen Standort oder falscher Pflege werden Pflanzen auch krank und können Ihnen keine Freude mehr bereiten. Und denken Sie daran, Pflanzen sind Lebewesen und brauchen Pflege. Sie können auch nicht Ihren treuen Gefährten namens «Hund» in ein Zimmer sperren und denken, dass er dort gut seinen Lebensabend verbringt. Auch Pflanzen leben und brauchen Pflege und Zeit. Viel Zeit ist es ja nicht wirklich.

Inzwischen gibt es unglaublich viele tolle Gefässe. Es lohnt, sich Gedanken zu machen, welche Art am besten zu Ihrer Einrichtung passt. Vorhandene Züge sollten aufgegriffen werden, damit sich eine Einheit bildet und am Ende auch alles zusammenpasst.

VIELE PFLANZEN, DIE fast vergessen gegangen sind, feiern heute ein Comeback. Um einige Beispiele zu nennen: Unsere Grossmutter hatte sie schon, die Schwiegermutterzunge (Sansevieria trifasciata), grafisch klare elegante Linien, sattes Grün und für dunkle Standorte geeignet. Oder die farbig-blättrige Calanthea, es gibt unzählige Sorten mit grossen Blättern, die Farbverläufe aufzeigen. Auch gibt es immer wieder «Neuzüchtungen », die uns zum Staunen bringen.

Etwas asiatisch angehaucht ist der Zimmerbonsai, eine Pflanze, die über Jahrzehnte mit viel Engagement und Geduld in die richtige Form gezogen wird.

Diese Pflanzen gedeihen in sehr kleinen Schalen, sodass man denken könnte, sie müssten doch umgesetzt werden. Doch bei dem Bonsai ist das anders. Die Wurzeln dürfen nicht zu sehr wachsen, damit die Form erhalten bleibt und das wichtige Gestaltungselement, der Stamm, dicker werden kann und so in den Blickpunkt des Betrachters rückt. Bei den Zimmerbonsais muss ein Rückschnitt erfolgen. Am besten überlassen Sie dies den Fachleuten, die wissen auch, wann der beste Zeitpunkt dafür ist.

ES GIBT UNZÄHLIGE verschiedene Grünabstufungen, die uns in der kargen Jahreszeit Frische in die Wohnung bringen. Zum Beispiel der Grünton des Farnes Neprolepsis, der hell und frisch erscheint, oder die Zamioculka, die dunkle, etwas lederartige Blätter hat. Sie haben die Wahl. Diese entscheidet natürlich auch der Standort mit, wie wir gesehen haben.